Die Landtagswahl liegt hinter uns – und wir möchten uns zunächst herzlich bei allen Wählerinnen und Wählern bedanken, die Bündnis 90/Die Grünen ihre Stimme und uns damit ihr Vertrauen gegeben haben. Auch wenn wir das Direktmandat nicht verteidigen konnten, ist das Wahlergebnis ein wichtiges Signal.
Tobias Vogt, dem Kandidaten der CDU, gratulieren wir zum Gewinn des Direktmandats.
Die Menschen in Baden-Württemberg haben die bisherige grün-schwarze Landesregierung klar bestätigt. Zusammen kommen die Regierungsparteien auf 60 Prozent der Stimmen. Dieses Ergebnis zeigt: Viele Bürgerinnen und Bürger wünschen sich weiterhin eine pragmatische Politik aus der Mitte der Gesellschaft. Ein wichtiger Teil dieses Erfolgs ist auch unser Spitzenkandidat Cem Özdemir, der seit vielen Jahren für einen lösungsorientierten, pragmatischen Kurs steht – ökologisch, wirtschaftlich vernünftig und mit einem klaren Blick auf das, was unser Land zusammenhält. Oder, wie Cem es gerne formuliert: „Nicht das Parteibuch entscheidet, sondern das bessere Argument.“
Besonders erfreulich ist die hohe Wahlbeteiligung. Sie zeigt, dass viele Menschen ihr demokratisches Recht ernst nehmen. Eine starke Beteiligung gibt der künftigen Regierung eine solide Legitimation für die kommenden Jahre.
Der Wahlkampf hat auch gezeigt: Wahlen werden nicht an den politischen Rändern gewonnen. Sie werden in der Mitte entschieden – mit sachlichen Argumenten, vernünftigen Positionen und mit der Bereitschaft, Brücken zu bauen statt zu polarisieren. Viele Menschen wissen inzwischen, dass der Klimawandel ein reales Problem ist und kein „grünes Hirngespinst“. Die Wahlergebnisse zeigen deutlich, dass dieses Thema von der Mehrheit ernst genommen wird – unabhängig davon, wie stark manche politischen Ränder versuchen, daraus ein polarisierendes Thema zu machen.
Gerade die Abhängigkeiten werden beim Thema Energie immer deutlicher, weshalb der Weg hin zu erneuerbaren Energien richtig ist. Deutschland ist nach wie vor stark von fossilen Importen abhängig: Rund 98 % des Erdöls und etwa 95 % des Erdgases müssen aus dem Ausland importiert werden. Diese Abhängigkeit macht unser Land verletzlich gegenüber internationalen Krisen und Konflikten. Wer das noch bezweifelt, kann aktuell einen Blick auf die Preise an den Tankstellen werfen. Gleichzeitig wächst der Anteil erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung stetig – 2025 bereits mit rund 60 % - und damit die Chance, Energie künftig stärker im eigenen Land zu erzeugen.
Andere Länder zeigen bereits, wohin die Reise gehen kann. In Norwegen werden inzwischen fast ausschließlich Elektroautos neu zugelassen und auch beim Heizen setzt man dort stark auf Wärmepumpen. Diese Beispiele zeigen: Der Wandel funktioniert – auch in Ländern mit großen Distanzen und kälterem Klima.
Für uns ist klar: Wer heute noch auf fossile Technologien setzt, setzt auf Technik von gestern. Die Zukunft liegt in erneuerbaren Energien, elektrischer Mobilität und einer Wirtschaft, die unabhängiger von Öl- und Gasimporten wird. Das ist nicht nur gut für das Klima, sondern stärkt auch unsere wirtschaftliche Stabilität und unsere Unabhängigkeit.
Während des Wahlkampfs – bei Infoständen auf den Wochenmärkten, auf dem Marktplatz oder bei Haustürbesuchen – haben wir vor allem eines erlebt: Es gibt sehr viele engagierte, konstruktiv denkende Menschen in unserem Land. Menschen, die Lösungen suchen und sich nicht auseinanderdividieren lassen wollen.
Bei uns Grünen engagieren sich Menschen mit ganz unterschiedlichen Lebenswegen, Erfahrungen und Meinungen. Was uns verbindet, sind gemeinsame Werte und der Wille, konstruktiv an Lösungen zu arbeiten. Wir sind Teil dieser Gesellschaft – so vielfältig wie sie selbst.
Diesen Weg wollen wir weitergehen: mit Zuversicht, Sachlichkeit und dem festen Willen, gemeinsam an einer guten Zukunft für Baden-Württemberg zu arbeiten. Bündnis 90/Die Grünen stehen weiterhin dafür, ökologische Verantwortung, wirtschaftliche Stärke und gesellschaftlichen Zusammenhalt zusammenzudenken.
Besuchen Sie uns außerdem auf
Instagram: @gruene_bottwartal
TikTok: @gruenebottwartal